Geschichte des Museums

Ab 2000/2001 fing Lothar Scharf an über „Gehörlose im Nationalsozialismus“ zu forschen. Zu dieser Thematik schrieb er zwei Bücher und hielt Vorträge ab. Er organisierte zudem bundesweit Ausstellungen, bei denen Exponate aus der NS-Zeit gezeigt wurden.

Die NS-Zeit ist aber nur ein Teil der Geschichte der Gehörlosen und Schwerhörigen. Lothar Scharf begann deswegen alle möglichen Dokumente und Exponate zu sammeln die zur Geschichte der Gehörlosen und Schwerhörigen zählen. Schon nach wenigen Jahren umfasste seine Sammlung über viele und sehr verschiedene Exponate. – Dafür versuchte er nun, ein Museum zu gründen.

Um dieses schwierige Ziel zu erreichen, wurde er von Freunden und Bekannten unterstützt. Das waren die gehörlosen Eheleute Fridolin und Ruth Wasserkampf aus Frankfurt am Main sowie Hans und Lotte Zapf aus Amberg. Zu den hörenden Helfern gehören Friedrich-Wilhelm Jürgens, Oberstudienrat und Gehörlosenlehrer i.R. aus Hildesheim, Konrad Brechmann, Direktor der Gehörlosenschule Bielefeld a.D., Lydia Abel aus Nürnberg und Werner Kliewer mit Brigitte Beutel von der Deutschen Gehörlosen-Zeitung.

Entscheidend für die Gründung des Museums sollte die Initiative von Horst Buchenauer werden, dem Geschäftsführer der „Frankfurter Stiftung für Gehörlose und Schwerhörige“. Er holte 2007 Lothar Scharf nach Frankfurt am Main, wo er seitdem für diese Stiftung arbeitet. Horst Buchenauer ermöglichte den Umbau der Kegelbahn neben dem „Gehörlosen- und Schwerhörigenzentrum“ in ein Museum. Die „Frankfurter Stiftung für Gehörlose und Schwerhörige“ finanzierte den Umbau und ist der Träger des Museums. Somit konnte Lothar Scharf ab August 2009 seine Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich machen.

 

 

Weiterführende Informationen:

www.gebaerdennetz.de

www.gehoerlose-drittes-reich.de

 

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